Kleine Anfrage: Repatriierung der Herstellung von Wirkstoffen und Arzneimitteln

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Repatriierung der Herstellung von Wirkstoffen und Arzneimitteln

Der Schwerpunkt der Arzneimittelproduktion hat sich in den letzten Jahren verstärkt in den Fernen Osten, vor allem nach China und Indien verlagert, was zu einer wachsenden Abhängigkeit der heimischen Pharmabranche von Zulieferern aus diesen Ländern geführt hat. Diese Entwicklung wirft die Frage nach der Repatriierung von Fertigungsschritten auf, wonach besonders versorgungsrelevante Wirkstoffe zur Herstellung von Arzneimitteln perspektivisch wieder in Deutschland bzw. Europa produziert werden sollen.

Das Saarland unterstützt den Aufbau der heimischen pharmazeutischen Produktion, indem es mehrere Millionen Euro Investitionsförderung für die gemeinsame Errichtung einer Produktionsanlage für Medikamente der Unternehmen Pharmalytics und PSM im saarländischen Schiffweiler zur Verfügung stellt.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung

  1. Gibt es in Rheinland-Pfalz ein Monitoring zur Versorgungslage mit besonders relevanten Arzneimitteln und Wirkstoffen sowie eine Evaluierung zu Ursachen von Liefer- und Versorgungsengpässen?
  2. Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Landesregierung, um die Grundversorgung an Pharmazeutika in Rheinland-Pfalz zu sichern?
  3. Gibt es in Rheinland-Pfalz Pharma- und Chemieunternehmen, die die Herstellung von Wirkstoffen und die Fertigung von Arzneimitteln wieder an heimischen Standorten durchführen wollen?
  4. Wenn ja, welche?
  5. Wie und in welcher Form will die Landesregierung den Aufbau einer pharmazeutischen Produktion bzw. die Lagerhaltung kritischer Produkte im eigenen Land finanziell unterstützen?
  6. Angesichts der Tatsache, dass das Zurückholen von Produktionsschritten kostenintensiv ist: Welche Fördermittel von Seiten des Landes, des Bundes und EU erhalten heimische Pharmaunternehmen für die Repatriierung der Herstellung von Wirkstoffen und Arzneimitteln?

(Thomas Barth, MdL)

 

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