Pflege verbessern und mehr wertschätzen

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Was erwartet die Pflege von der Politik? Um das zu erfragen, hat der Landtagsabgeordnete Thomas Barth im Rahmen der von der CDU initiierten landesweiten Aktion „Woche der Pflege“ drei Pflegeeinrichtungen in seinem Wahlkreis besucht – die Sozialstation Nieder-Olm, das Altenheim im Sohl in Ingelheim und die ZOAR Wohnanlage in Heidesheim. »Mir ging es besonders darum, mich praxisnah über die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu informieren, um gemeinsam mit Betriebsleitung, Angestellten und Betroffenen Probleme und Herausforderungen zu erörtern, vor denen die Pflege steht«, erklärt der Christdemokrat.

Beeindruckt zeigte sich der Abgeordnete darüber, mit welch großem Engagement und liebevoller Fürsorge die Pflegenden tagtäglich Dienst am Menschen tun. „Das verdient allerhöchste Wertschätzung. Die Pflegekräfte in der ambulanten und stationären Pflege stehen hinter ihrer Arbeit und für gute Pflege ein, arbeiten aber häufig am Limit. Die Gründe dafür, das ergaben die Gespräche in den Einrichtungen, seien ein gestiegener Arbeitsaufwand verbunden mit einem chronischen Fachkräftemangel, die zu einer dauerhaft hohen körperlichen und psychischen Belastung des Pflegepersonals führten. Ein Manko, das wiederum zu Lasten der Pflegequalität gehe. Hinzu komme, dass es immer mehr Schwerstpflegebedürftige gebe, was einen höheren Pflegeaufwand erfordere, während auf der anderen Seite durch ein Mehr an Bürokratie immer weniger Zeit für die älteren Menschen bleibe. Außerdem kritisch wird die generalisierte neue Pflegeausbildung gesehen, weil dann mit dem Wegbrechen von Pflegehelfern zu rechnen ist. Dies wird zu einer weiteren Verschärfung der Personalsituation führen.

»Die Vielzahl der Anregungen, die mir bei meinen Gesprächen vor Ort mit auf den Weg gegeben wurde, zeigt, dass wir die Rahmenbedingungen im Pflegesektor generell verbessern und den veränderten Anforderungen anpassen müssen. Dazu gehören etwa mehr Qualität in der Pflege, ein ausreichend qualifiziertes und angemessen bezahltes Pflegepersonal sowie ein Arbeitsumfeld, das die Voraussetzungen für die Gewährleistung einer menschenwürdigen und fürsorgenden Pflege schafft. Dazu gehört aber auch eine gesellschaftliche Aufwertung des Pflegeberufs insgesamt. Das alles kostet Geld – aber der Dienst am Menschen sollte uns das wert sein«, so Thomas Barth.

 

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