PM Vorreiter bei der Stationären Hospizversorgung

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Für Thomas Barth (CDU) ist das stationäre Hospiz in Frei-Weinheim eine folgerichtige Antwort auf den landesweit zunehmenden Bedarf an Palliativ- und Hospizbetten. Der Landtagsabgeordnete sieht daher politischen Handlungsbedarf bei der Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen der Hospiz- und Palliativversorgung

(Ingelheim) »Es freut mich sehr zu hören, dass die langjährigen intensiven Bemühungen der Hospizgruppe Ingelheim e.V. nun endlich Früchte tragen«, kommentiert Thomas Barth (CDU) die Nachricht deren Vorsitzenden Paul Hegemann, wonach der ehrenamtlich tätige Verein mit Frei-Weinheim einen geeigneten Standort für die geplante Errichtung einer stationären Hospizeinrichtung gefunden hat. Der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Ingelheim, der im vergangenen Februar die Ingelheimer Einrichtung in der Bahnhofstraße besucht hat, ist überzeugt: »Das stationäre Hospiz in Frei-Weinheim, das erste im Landkreis Mainz-Bingen, sorgt für eine Verbesserung des Versorgungsangebots im Bereich der Palliativbetreuung in der Region. Damit erhalten schwerstkranke Menschen auch außerhalb ihrer vertrauten häuslichen Umgebung eine professionelle Begleitung auf ihrem letzten Lebensweg«.

Von einer solchen Institution profitieren aber nicht nur die unmittelbar Bedürftigen, sondern auch deren Angehörigen, die ihre Liebsten aus vielerlei Gründen nicht in den heimischen vier Wänden betreuen können, diese aber medizinisch, pflegerisch, psychologisch und seelsorgerisch bestens in stationärer Unterbringung versorgt wissen. Wichtig seien auch kurze Wege für die Angehörigen, damit sie möglichst schnell und regelmäßig bei den schwerstkranken und sterbenden Patienten sein können. So betrage nach derzeitigem Stand die Fahrzeit zum nächsten Hospiz durchschnittlich bis zu 50 Kilometer.

Fest steht, dass angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft der Bedarf an Angeboten im Bereich der Palliativ- und Hospizversorgung landesweit wachse, was einen weiteren Ausbau von Palliativstationen und stationären Hospizen erforderlich mache. Zu diesem Schluss kommt auch ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten aus dem Jahr 2017, das in seinen Handlungsempfehlungen von einem höheren Bedarf von 80 bis 100 Palliativ- und Hospizbetten pro Million Einwohner ausgeht. Nach wie vor gibt es weiße Flecken in unserer Versorgungslandschaft. Deshalb brauchen wir neben einer besseren flächendeckenden Versorgung auch eine effizientere Bedarfsplanung für stationäre Hospize. Nur so lässt sich die erhöhte Nachfrage nach weiteren Kapazitäten vollumfänglich befriedigen.

Zudem sollten wir in Rheinland-Pfalz, wie in anderen Bundesländern auch, dazu übergehen, Mittel für den Bau und Unterhalt von stationären Hospizen innerhalb des Ehrenamtes zur Verfügung zu stellen. „Das sind wir den vielen ehrenamtlich tätigen, hochmotivierten Hospizhelferinnen und Hospizhelfern ebenso schuldig, wie den todkranken Menschen, die in der letzten Phase ihres Lebens einer guten und professionellen palliativen Betreuung bedürfen“, so Thomas Barth.

 

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