Schreiben nach Gehör: Thomas Barth fordert Umdenken

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Barth hat die Landesregierung in einer Parlamentarischen Anfrage um Bericht gebeten, welche Grundschulen im Landkreis Mainz-Bingen nach der Methode Schreiben nach Gehör arbeiten. Die Methode ist umstritten und wurde bereits in Bundesländern wie Hamburg und Baden-Württemberg untersagt. Andere Bundesländer denken über ein Verbot nach.

Das Verfahren sieht vor, dass Kinder Texte verfassen, ohne in Rechtschreibung eingeführt zu werden. „Die Folge ist, dass die Schülerinnen und Schüler Wörter so schreiben, wie sie sie hören und nicht wie sie korrekt lauten. Diese Schreibweisen sollen dann von den Lehrerinnen und Lehrern nicht korrigiert werden, da das sonst die Kinder demotiviere“, so Thomas Barth. Vor allem schwächere Schüler, Kinder, die mit Dialekten aufwachsen, und Kinder mit Migrationshintergrund haben Probleme mit dieser Methode. Zurzeit wird sie im Landkreis Mainz-Bingen an 35 Grundschulen angewendet, nur 8 Grundschulen verzichten auf diese Methode. Laut einer Studie der Kultusminister erreichen ein Viertel aller rheinland-pfälzischen Grundschüler nicht die Mindestanforderungen in Rechtschreibung.

„Lautorientiertes Schreiben erschwert nicht nur das Erlernen einer sicheren Orthographie als Basis für einen korrekten Umgang mit unserer Muttersprache, sondern trägt auch zur Verunsicherung der Kinder bei“, moniert Thomas Barth. Deshalb sein Appell an die Landesregierung: „Wir dürfen diese unsichere Methode, bei der sich falsche Schreibweisen in den Köpfen der Kinder festsetzen können und später unnötig umgelernt werden müssen, nicht länger an unseren Grundschulen praktizieren. Ein solches Unterrichtsexperiment darf nicht weiterhin auf dem Rücken unserer Kleinsten ausgetragen werden und sollte deshalb künftig keine Anwendung mehr finden“, so der Stadecken-Elsheimer Landtagsabgeordnete.

 

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