PM: Schulsozialarbeit für alle Schulen

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Der Landtagsabgeordnete Thomas Barth (CDU) fordert eine höhere finanzielle Beteiligung des Landes bei der Schulsozialarbeit, die zudem auf alle Schularten ausgedehnt werden soll

Die wachsende Heterogenität der Schülerschaft stellt Schulen und ihre Lehrkräfte zunehmend vor die Herausforderung, immer unterschiedlicheren Lernbedürfnissen gerecht zu werden. »Gerade sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler bedürfen, begleitend zum eigentlichen Unterricht, besonderer Unterstützung und individueller Förderung durch professionelle Unterstützungsteams in Form von Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen, damit sie nicht noch weiter abgehängt werden«, so Thomas Barth (CDU).

»Demzufolge wäre es wichtig«, so der Abgeordnete für den Wahlkreis Ingelheim weiter, »dass die erfolgreich praktizierte Schulsozialarbeit, die gerade im präventiven Bereich viel bewirkt und für den gesellschaftlichen Bildungserfolg unabdingbar ist, weiter ausgebaut würde. Umso unverständlicher ist es, dass die Landesregierung Schulsozialarbeit nur an bestimmten Schularten unterstützt, und auch dort nur in begrenztem Rahmen, wie aus einer Großen Anfrage der CDU-Fraktion hervorgeht«.

Aus dieser geht weiterhin hervor, dass der Landkreis Mainz-Bingen als Träger und die Verbandsgemeinden und Städte an den Schulstandorten für alle Schularten mehr als 1.9 Millionen EUR pro Jahr für Schulsozialarbeit ausgeben. Davon entfallen allein 854.302 EUR für die Grundschulen, an deren Kosten sich das Land überhaupt nicht beteiligt. Für Thomas Barth, der zugleich Mitglied im Bildungsausschuss ist, kaum nachvollziehbar: »Gerade an Grundschulen, wo die Grundkompetenzen des Lernens vermittelt werden, wäre eine stärkere finanzielle Beteiligung des Landes besonders angebracht, um möglichst frühzeitig soziale Benachteiligungen zu erkennen, auszugleichen und die Entwicklungspotenziale der Kinder zu fördern«, so der Unionspolitiker.

Aber auch für die Schulsozialarbeit an weiterführenden Schulen im Kreis nimmt das Land nach Ansicht Barths zu wenig Geld in die Hand – insgesamt 395.413 EUR. Das entspricht 37,4 Prozent der für Schulsozialarbeit insgesamt für diese Schulart aufgewendeten Personalkosten, die sich insgesamt auf 1. 056861 Millionen EUR belaufen. Diesen größeren Anteil stemmen der Kreis und die Kommunen. »Es ist vorbildlich, was der Kreis Mainz-Bingen in Sachen Schulsozialarbeit leistet. Doch längst nicht alle Kreise im Land sind finanziell so gut ausgestattet und können so viel Geld in die Hand nehmen, wie der Kreis Mainz-Bingen. Bildungserfolg in Rheinland-Pfalz darf jedoch nicht von der finanziellen Leistungsfähigkeit des Schulträgers abhängen. Es ist daher höchste Zeit, dass die Landesregierung gerade auch vor dem Hintergrund der Chancengleichheit endlich umdenkt und die Schulsozialarbeit mehr als bislang als dem hoheitlichen Bildungsauftrag des Landes zugehörig begreift und entsprechend landesweit alle Schularten bei der notwendigen und erfolgreichen Schulsozialarbeit finanziell unterstützt«, so Thomas Barth.

Hier die Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der CDU-Landtagsfraktion (die Zahlen für den Landkreis Mainz-Bingen befinden sich auf den Seiten 25-27)

 

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