PM Schulsozialarbeit im Landkreis Mainz-Bingen

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Thomas Barth (CDU): Die SPD hat jahrzehntelang nicht gehandelt – in Rheinland-Pfalz brauchen wir doppelt so viele Schulsozialarbeiter wie aktuell

Die Schulsozialarbeit muss an allen Schulen vom Land unterstützt werden – auch an Grundschulen und Gymnasien. Davon ist der Landtagsabgeordnete Thomas Barth (CDU) überzeugt. Eine Große Anfrage der CDU-Landtagsfraktion zeigt nun, dass nur rund 500 Vollzeit-Äquivalente an Schulsozialarbeitern für mehr als 500.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Rheinland-Pfalz eingesetzt sind. Auch vor Ort im Kreis Mainz Bingen ist die Ausstattung für die Schulsozialarbeit nicht ausreichend.

Dazu Thomas Barth: „Das bedeutet, dass sich in Rheinland-Pfalz ein Sozialarbeiter an den Schulen um mehr als 1000 Schülerinnen und Schülern kümmern muss. Das ist zu wenig. Das Land muss sein finanzielles Engagement hochfahren und ausreichende Schulsozialarbeit ermöglichen. Solange Kommunen insgesamt finanziell nicht die notwendige Ausstattung erhalten, wird ein Stellenzuwachs schwierig. Die Zahl der Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter muss sich von aktuell 500 Stellen auf rund 1000 Stellen verdoppeln.“

Im Landkreis Mainz-Bingen gibt es aktuell 33,67 Vollzeitäquivalente für Schulsozialarbeit, die insgesamt 23.726 Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen. Auch hier vor uns herrscht also dringender Handlungsbedarf, die Zahl an Sozialarbeitern deutlich zu erhöhen. Die SPD-geführte Landesregierung hat die Schulsozialarbeit jahrzehntelang vernachlässigt. Darunter leiden Schülerinnen und Schüler, weil man ihnen so Chancen und individuelle Förderung verwehrt.“

Das Land fördert die Schulsozialarbeit in Rheinland-Pfalz systematisch nicht. Die bereitgestellten Mittel für die Schulsozialarbeit in Rheinland-Pfalz reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Dabei steigt der Bedarf an Schulsozialarbeit an. Faktisch beteiligt sich das Land nur zu einem Drittel an der Schulsozialarbeit. Das Land verweist stets auf die Zuständigkeit der Kommunen. Die Kommunen im Land sind allerdings oftmals verschuldet, weil das Land sie nicht ausreichend finanziell ausstattet. Ihnen fehlt das Geld für die Schulsozialarbeit. Kindesentwicklung wird zur sozialen Frage und hängt von der Liquidität einer Kommune ab.

Dazu stellt Thomas Barth fest: „Auch bei uns im Landkreis Mainz-Bingen zahlt das Land nur insgesamt 21 Prozent der Gesamtkosten für die Schulsozialarbeit. Unsere Kommunen vor Ort als Träger der Jugendhilfe zahlen 65 Prozent, freie Träger 0 Prozent und weitere Beteiligte 14 Prozent. Die Große Anfrage zeigt hier deutlich, dass die SPD-geführte Landesregierung die Schulen nicht ausreichend mit Sozialarbeitern ausstattet.

Gute Schulsozialarbeit schafft mehr Chancengerechtigkeit. Sie begründet das Fundament für ein selbstbestimmtes Leben. Besonders in Corona-Zeiten ist Schulsozialarbeit notwendig, um die Kinder und Jugendlichen, die aus Elternhäusern kommen, die sich von sich aus nicht intensiv um Zugang und Versorgung im Unterricht kümmern können“, so Thomas Barth abschließend.

 

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