PM: Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete ausloten

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Angesichts der angespannten Flüchtlingslage im Kreis Mainz-Bingen fordert der Landtagsabgeordnete Thomas Barth (CDU) eine stärkere Heranziehung der Liegenschaften des Landes

Vor dem Hintergrund steigender Flüchtlingszahlen im Kreis und den damit verbundenen großen Herausforderungen für Städte und Gemeinden in Bezug auf die Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten hat sich der hiesige Landtagsabgeordnete Thomas Barth (CDU) in einem Schreiben an die rheinland-pfälzische Integrationsministerin gewandt.

„Mir ging es dabei darum, angesichts der akuten Wohnraumnot im Kreis auszuloten, welche weiteren Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und inwieweit dafür bereits vorhandene Infrastrukturen in Liegenschaft des Landes, wie konkret die in Ingelheim befindliche Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) für die Unterbringung von Flüchtlingen herangezogen werden können.

In Ihrem Antwortschreiben teilte mir die Ministerin mit, dass die ehemalige Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende nach der Nutzung als Impfzentrum des Landkreises mittlerweile für polizeiliche Zwecke genutzt werde und folglich für Unterbringungszwecke von Geflüchteten nicht zur Verfügung stehe. Stattdessen werde aktuell die neue Außenstelle Hunsrück der AfA Kusel am Flughafen Hahn mit rd. 600 Plätzen für eine Inbetriebnahme ertüchtigt.

Für Thomas Barth erschließt sich nicht so recht, warum gerade an einem so zentralen Ort, wie in der Konrad-Adenauer-Straße in Ingelheim Übungen von Sicherheitskräften durchgeführt werden, wo es doch eine Reihe anderer, ungleich geeigneterer Standorte in Rheinland-Pfalz gäbe, wie etwa die Polizeischule im Bereich des Flugplatzes Hahn, um solche Übungen durchzuführen.

„Für den Kreis Mainz-Bingen, der händeringend nach Unterkunftsmöglichkeiten sucht, wäre die vormalige AfA in Ingelheim gerade auch wegen ihrer zentralen Lage und der Nähe zur Kreisverwaltung ein idealer Standort gewesen, um die Wohnraumnot zu lindern und damit zu verhindern, dass am Ende vielleicht doch Sporthallen geschlossen werden müssen“, so der Abgeordnete für den Wahlkreis Ingelheim. Außerdem stehen in einem Mittelzentrum wie Ingelheim sicherlich bessere Integrationsangebote für Geflüchtete zur Verfügung als an Standorten in der Fläche, wo es ungleich weniger Angebote wie Sprachkurse sowie Kita- und Schulplätze gibt.

 

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