Zeichen der Zeit erkannt

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(Ingelheim) Für den Landtagsabgeordneten Thomas Barth (CDU) ist die Einrichtung der Fachschule Altenpflegehilfe an der Berufsbildenden Schule Ingelheim ein wichtiger Baustein bei der Fachkräftesicherung im Pflegeberuf. Sie trägt mittelfristig dazu bei, die steigende pflegerische Bedarfe im Kreis zu decken.
Ob durch einen ambulanten Pflegedienst oder vollstationär in einem Heim – die Versorgung pflegebedürftiger Menschen gewinnt angesichts des demografischen Wandels eine immer größere Bedeutung. »Vor diesem Hintergrund begrüße ich das neue fachschulische Angebot, wonach sich Schülerinnen und Schüler ab August dieses Jahres an der Berufsbildenden Schule Ingelheim (BBS) als staatlich geprüfte Altenpflegerhelfer/innen ausbilden lassen können, ausdrücklich«, so Thomas Barth. Denn mit Aufbau einer Pflegefachschule erweitert die BBS-Ingelheim nicht nur ihr pädagogisches Bildungsspektrum, sondern leistet darüber hinaus auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Fachkräftelücke im Pflegebereich im Kreis Mainz-Bingen.
Dass generell ein großer Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal besteht, ist hinlänglich bekannt. So hat etwa das Gutachten „Gesundheitsfachberufe 2017“ noch einmal offengelegt, was jahrzehntelang versäumt wurde. Es stellt fest, dass 2020 in Krankenhäusern, Pflegeheimen und bei ambulanten Diensten mehr als 2.700 Fachkräfte fehlen werden, eine Zahl, die sich 2025 sogar auf 4.300 erhöhen wird. »Wobei die Zahlen noch zu niedrig angesetzt sind, da sie sich auf Lücken offiziell ausgeschriebener, letztlich aber nicht besetzter Stellen beziehen und eben nicht den Bedarf darstellen, wie viele Leute in den Pflegeeinrichtungen tatsächlich arbeiten müssten, um eine bedarfsgerechte Versorgung hilfebedürftiger Menschen zu gewährleisten«, verdeutlicht der Unionspolitiker.
»Ich wünsche mir, dass möglichst viele jüngere Menschen das Angebot nutzen, um einen Beruf zu ergreifen, der besonders gesellschaftsrelevant ist, wie uns gerade im Falle von Corona deutlich vor Augen geführt wird«, so Barth, der eine Verbesserung der Pflegesituation allgemein anmahnt. Gerade vor dem Hintergrund, dass professionelles Pflegefachpersonal händeringend gesucht wird, gelte es den Pflegeberuf insgesamt attraktiver machen. Dazu bedürfe es neben einer besseren öffentlichen Wertschätzung des Pflegeberufs auch Maßnahmen zur Verbesserung der
Akzeptanz innerhalb der Berufsgruppe selbst. »Was das genau heißt, davon konnte ich mir bei zahlreichen Besuchen in Pflegeeinrichtungen im Kreis – unter anderem auch im Rahmen der von der CDU-Landtagsfraktion 2018 durchgeführten ›Woche der Pflege‹ – persönlich ein Bild machen«, so Thomas Barth. Dazu gehören eine angemessene tarifliche Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen (attraktivere Arbeitszeitmodelle, Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, Abbau bürokratischer Hemmnisse wie etwa zeitaufwendiger Dokumentationspflichten), aber auch eine bessere personelle Ausstattung, um zeitlichen Druck im Arbeitsalltag zu reduzieren.
»Der Dienst am Menschen sollte uns etwas wert sein. Nur wenn wir den Pflegeberuf insgesamt attraktiver machen, wird es uns gelingen, Berufseinsteiger für den Dienst am Menschen zu gewinnen und bestehende Fachkräfte im Beruf zu halten. Die Einrichtung der Fachschule Altenpflegehilfe an der BBS Ingelheim und die damit verbundenen zielgerichteten Berufsorientierungsmaßnahmen bilden dabei einen wichtigen Baustein, um junge Menschen für den Dienst am Menschen zu sensibilisieren und für den Pflegeberuf zu begeistern«, so der Abg

 

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