Pressemitteilung: Auf Streife mit dem Freund und Helfer

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Nachdem Thomas Barth (CDU) bereits Ende vergangenen Jahres die Polizeiinspektion Ingelheim besucht hatte, nahm der Landtagsabgeordnete dort nun aktiv am Schichtdienst teil. „Mir war es ein besonderes Anliegen, mich persönlich über den Dienst der Beamtinnen und Beamten zu informieren, um Einblicke in die Arbeit und Abläufe zu gewinnen“, erklärt der Christdemokrat.
Da es der Terminkalender tagsüber nicht erlaubt, blieb nur die Nacht. Ruhig war es deswegen aber keineswegs. Ob in der Leitzentrale, im Aufenthaltsraum oder auf Streife – auf den Abgeordneten wartete in dieser Nacht ein breites Aufgabenpensum, das er zusammen mit den diensthabenden Beamtinnen und Beamten absolvierte. Sein Fazit: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeitsleistung der Polizeibeamten*innen, die rund um die Uhr unter Einsatz ihres Lebens ihren Dienst verrichten, damit die Bürgerinnen und Bürger sicher leben und ruhig schlafen können“, so Thomas Barth. Dies sollte uns auch etwas wert sein. Denn nach wie vor gibt es laut aktueller Aussage von Ernst Scharbach, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), bei den Dienststellen personale Engpässe im Schichtdienst, und auch bei der Personaldichte, wie die Zahlen des Innenministeriums belegen, rangiert Rheinland-Pfalz an vorletzter Stelle, d.h. konkret: auf 440 Einwohner kommt ein Polizist. Zu dem flächenmäßig großen Einsatzbereich kommen gestiegene Herausforderungen durch neue Einsatzlagen, welche die Polizisten zusätzlich belasten. Selbst der bevorstehende Wechsel auf den Schichtdienst GAP („Gesünder arbeiten bei der Polizei“) wird von der GAP und vielen Beamtinnen und Beamten kritisch gesehen, da dieses neue Modell statt einer Entlastung zu einer Mehrbelastung führt.
Doch alles hat seine Grenzen und fordert seinen Tribut. Die Zahl der dienstunfähigen oder eingeschränkt dienstfähigen Polizisten sowie der Krankenstand sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Was die Ordnungshüter in Blau zudem besorgt, ist ein gestiegenes Aggressionspotential gegenüber der Polizei und mangelnder Respekt.
„Was ich aus dieser Nacht mitnehme, ist die Erkenntnis, dass unsere Beamtinnen und Beamten auch unter schwierigen Bedingungen hoch motiviert, engagiert und professionell ihren Dienst versehen – und das bei laut DGB-Besoldungsreport 2018 bundesweit schlechter Besoldung und der Abschaffung der Regelbeförderung. Deshalb sollten wir denjenigen, die uns schützen, unsere vollste Unterstützung zukommen lassen und deren Arbeit mehr Wertschätzung entgegenbringen, damit aus dem Freund und Helfer kein Buhmann wird“, so der Abgeordnete für den Wahlkreis Ingelheim, der sich beim Dienststellenleiter der PI Ingelheim, Knut Krieger, und dem Dienstgruppenleiter der Nachtschicht, Eugen Hempel, für die freundliche Aufnahme bedankte.

 

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